Beratungsstelle für schwere Lebensphasen

Trauer

Trauer entspricht aktiver Arbeit. Sie ist ein Prozeß, der fließen muß und darf nicht am Fortgang gehindert werden.
Trauer kann man mit einem Fluß vergleichen, der an irgendeinem Punkt seinen Ursprung hat und irgendwo sein Ende, seine Mündung in etwas "Neues".
Einem Außenstehenden ist es nur schwer möglich die Tiefe und Kälte des "Flusses" nachzuempfinden. Auch der Weg, die Länge und Intensität der Trauer ist nicht genau zu berechnen.
Wichtig ist, daß die Trauer in Bewegung bleibt.
Sie ist keine Krankheit, aber wird sie gehemmt oder bleibt irgendwo "stecken", kann die Trauer krank machen und zu einer Depression führen.

 

Meine persönliche Erfahrung:

Mit 10 Jahren wurde ich das erste Mal direkte Hinterbliebene - danach noch zweimal.

 

Mein Fazit:

Es ist wichtig, den Suizid zu verstehen und zu lernen Frieden mit ihm zu schließen. Dieser Weg ist schwer und braucht Zeit - aber er ist möglich!

Mutlos?
1. Ausweglos
Wenn du sagst, es gibt keinen Weg mehr für dich, so irrst du dich.
Es mag sein, dass da kein Weg zu sehen ist, aber du kannst dir immer noch einen bahnen.
 
2. Tu was
Du kommst nirgendwo an, wenn du nicht losgehst.
Dir öffnet sich keine Tür, wenn du nicht anklopfst - wenn du auch tausendmal davon sprichst. "Tu was!"
 

Allert-Wybranietz, Kristiane: Trotz alledem, Fellbach 1982, S.43