Wenn man durch Suizid einen Menschen verliert, kann das so ziemlich das Schlimmste
sein was einem im Leben passiert.
Von heute auf morgen bricht eine Welt zusammen, die vorher noch
Bestand hatte - Orientierungslosigkeit und Fragen nach dem "Warum"
treten jetzt in das eigene Leben.
Es kann aber auch sein, daß der Suizid dieses Menschen als eine Art "Befreiung" empfunden wird. Dieses Gefühl jedoch von Schuldgefühlen begleitet wird, weil man den Tod eines Menschen ja nicht als "Befreiung" sehen dürfe.
Sind Sie ein Hinterbliebener treten viele Fragen in ihr Leben:
Wenn Sie wollen, bin ich für Sie da und begleite Sie auf diesem Weg.

Mein Name ist Elke David.
Seit 15 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Suizid wissenschaftlich.
Alles was zwischen Ihnen und mir besprochen wird, unterliegt meiner Schweigepflicht als Beraterin.
Es besteht für Sie auch die Möglichkeit anonym, das heißt ohne Angabe Ihrer persönlichen Daten beraten zu werden.
Trauer entspricht aktiver Arbeit. Sie ist ein Prozeß, der fließen muß
und darf nicht am Fortgang gehindert werden.
Trauer kann man mit einem Fluß
vergleichen, der an irgendeinem Punkt seinen Ursprung hat und irgendwo sein Ende,
seine Mündung in etwas "Neues".
Einem Außenstehenden
ist es nur schwer möglich die Tiefe und Kälte des "Flusses"
nachzuempfinden. Auch der Weg, die Länge und Intensität der Trauer ist
nicht genau zu berechnen.
Wichtig ist, daß die Trauer in Bewegung bleibt.
Sie ist
keine Krankheit, aber wird sie gehemmt oder bleibt irgendwo "stecken",
kann die Trauer krank machen und zu einer Depression führen.
Mit 10 Jahren wurde ich das erste Mal direkte Hinterbliebene - danach noch zweimal.
Es ist wichtig, den Suizid zu verstehen und zu lernen Frieden mit ihm zu schließen. Dieser Weg ist schwer und braucht Zeit - aber er ist möglich!
Allert-Wybranietz, Kristiane: Trotz alledem, Fellbach 1982, S.43