Dipl. Sozialpädagogin Mag. Elke David
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Trauer entspricht aktiver Arbeit. Sie ist ein Prozeß, der fließen muß
und darf nicht am Fortgang gehindert werden.
Trauer kann man mit einem Fluß
vergleichen, der an irgendeinem Punkt seinen Ursprung hat und irgendwo sein Ende,
seine Mündung in etwas "Neues".
Einem Außenstehenden
ist es nur schwer möglich die Tiefe und Kälte des "Flusses"
nachzuempfinden. Auch der Weg, die Länge und Intensität der Trauer ist
nicht genau zu berechnen.
Wichtig ist, daß die Trauer in Bewegung bleibt.
Sie ist
keine Krankheit, aber wird sie gehemmt oder bleibt irgendwo "stecken",
kann die Trauer krank machen und zu einer Depression führen.
Mit 10 Jahren wurde ich das erste Mal direkte Hinterbliebene - danach noch zweimal.
Es ist wichtig, den Suizid zu verstehen und zu lernen Frieden mit ihm zu schließen. Dieser Weg ist schwer und braucht Zeit - aber er ist möglich!
Allert-Wybranietz, Kristiane: Trotz alledem, Fellbach 1982, S.43